Ernähren Sie sich gesund?

Am gesündesten ist eine möglichst vielseitige Nahrungszufuhr, die alle lebensnotwendigen Grundstoffe enthält. Der Nährstoffbedarf des menschlichen Organismus wird durch einen abwechslungsreichen Mix unterschiedlicher Lebensmittel am besten gedeckt. Gesundes GemüseAn erster Stelle stehen dabei pflanzliche Lebensmittel, also Getreide, Obst und Gemüse. Sie sind die zuverlässigen Lieferanten von Ballaststoffen, Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralien. Ein Nachteil für die Gesundheit wäre es aber, auf tierische Lebensmittel zu verzichten, denn sie enthalten hauptsächlich hochwertiges Protein. In kleineren Mengen und möglichst fettarm sollten sie regelmäßig auf den Tisch kommen. Das trifft auch auf Fette und Öle zu, von denen die pflanzlichen gegenüber den tierischen leicht die Oberhand behalten dürfen. Als völlig ausreichend gelten täglich insgesamt 60 bis 80 Gramm Fett.

Nicht zu vergessen sind mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit an jedem Tag. Den Vorzug erhalten am besten Wasser und energiearme Getränke. Zu viel Zucker und erst recht Alkohol in den Getränken führen schnell zu Übergewicht beziehungsweise spürbaren gesundheitlichen Beschwerden. Gegen gelegentlichen Genuss und kleine Mengen von Alkohol ist aber grundsätzlich nichts einzuwenden. Zuckerhaltige Produkte sind bisweilen als schnelle Energiespender durchaus wichtig und willkommen.

Obst und Gemüse gelten als so wichtig, weil die enthaltenen Vitamine vom menschlichen Körper nicht selbst hergestellt werden können. Sie beugen wirksam Krankheiten vor. Beerenobst zum Beispiel kann Erkrankungen von Herz und Kreislauf, möglicherweise sogar Darmkrebs verhindern. Aus medizinischer Sicht wird empfohlen, täglich fünf Portionen unterschiedlicher Obst- und Gemüsesorten zu verzehren. Sie sollten möglichst frisch und saisontypisch sein. Gemüse wird nur kurz gegart, Obst auch in Form von zuckerfreien Säften zugeführt.

Schokolade in BrötchenZur Abwechslung gehören unbedingt Brot, Getreideflocken, Nudeln, Reis, möglichst immer aus dem vollen Korn. Kartoffeln sollten regelmäßig auf den Teller gelangen. Dazu kommen am besten fettarme Beilagen. Vollwertige Nahrungsaufnahme heißt außerdem täglich Milch und Milchprodukte, ein bis zwei Mal wöchentlich Fisch aus nachhaltigem Fang, Fleisch, Wurstwaren sowie Eier in Maßen. Zum Beispiel sollte es bei 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche bleiben. Der Gesundheit tut weißes Fleisch vom Geflügel grundsätzlich besser als rotes Fleisch von Rind und Schwein. Vorsicht zu üben gilt es bei zu viel Salz und Zucker, die sich heutzutage gern in allen möglichen Lebensmitteln verstecken. Verfeinern mit Kräutern und Gewürzen ist oft deutlich besser als mit Salz. Wenn es unbedingt Salz sein muss, dann angereichert mit Jod und Fluorid.

Sich optimal zu ernähren, hängt auch direkt von den Essgewohnheiten ab. Schnell den Bauch vollschlagen und dann gleich wieder zur Arbeit oder zu anderem Stress übergehen, tut auf Dauer absolut nicht gut. Jede gute Mahlzeit braucht genügend Zeit und eine vernünftige Pause. Ein hübsch gedeckter Tisch gehört unbedingt dazu. Essen im Stehen oder Gehen sollte immer die seltene Ausnahme bleiben. Magen und Darm senden außerdem nur dann die richtigen Sättigungssignale aus, wenn langsam und Biss für Biss gegessen wird.

Bewegung und Sport haben außerdem großen Einfluss auf bekömmliches Essen. Sie regulieren das Körpergewicht und fördern die Verdauung. Kürzere Strecken täglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen, dient dem Wohlbefinden. Noch besser ist eine halbe Stunde leichtes Joggen am Tag. Jede körperliche Aktivität steigert den Appetit auf ausgewogene Mahlzeiten, und umgekehrt stärkt gesunde Kost die sportliche Fitness. Besonders sportlich aktive Menschen brauche eine kohlenhydratreiche Versorgung, damit der Körper leistungsfähig ist.

Wer wann welche Nährstoffe benötigt und welche Mengen davon angeraten sind, wird generell von den Lebensumständen und besonders den Lebensphasen eines Menschen beeinflusst. Im Baby- und Kleinkindalter werden Grundlagen für eine spätere gesunde Ernährung gelegt. Die Bedürfnisse beispielsweise eines Gärtners unterscheiden sich deutlich von denen eines Büroangestellten. Ältere Menschen wiederum tun gut daran, ihre abnehmende Aktivität und Leistungsfähigkeit einer umso bewussteren Ernährung unterzuordnen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.